Vom P70 bis zum 1.1er

 

 

Ur P50 Angefangen hat es 1951 mit dem "P". "P" wie "Plaste".

 

 

Ur P50 Kombi da es damals wegen des kalten Krieges so gut wie unmöglich war die für die Karosserieherstellung benötigten Tiefziehbleche zu bekommen, entschloß man sich, nach jahrelangen Versuchen, für eine Holzschliff-Baumwoll-PVC-Mischung als Karosseriematerial.

 

 

 

P70 Dieser wurde von 1955 bis 1959 beim P70, dem somit ersten Wagen mit Kunststoffkarosse und unmittelbaren Trabantvorgänger, verwendet. Unter seiner "Plastikhaube" arbeitete ein wassergekühlter  Zweizylinder-Zweitakt-Ottomotor, der mit seinen 690 ccm und 22 PS stolze 90 Stundenkilometer brachte. Insgesamt wurde der Urtrabi  36.063 mal verkauft. Ihn gab es als Limo, Kombi und als Coupé.

 

 

 

 

Im November 1957 war es dann endlich soweit. Der erste Trabant P50 lief vom Band. Ihm folgte 1959 bis 1962 der P50/1 und der P50/2, in denen ein  500 ccm-Herz mit 18 bzw. 20 PS schlug. Ab 1959 gab es auch eine Kombiversion. Den Namen "Trabant" bekam er, weil im Oktober 1957 der erste künstliche Erdtrabant startete.

 

 

P50 1962 bis 1964 ging der P60 an den Start. Er sah so aus wie seine drei P50-Vorgänger, doch kam mit einem 600er Motor und 23 PS daher.

 

 

P60-1 Im Sommer 1964 rollte der erste P601 aus den Toren der Zwickauer  Automobilwerke. Sein Äußeres wurde etwas moderner und eckiger und ab 1968 hatte man sogar noch 3 PS mehr aus den 600 ccm gekitzelt.

 

 

P601

Sein Äußeres hat er eigentlich der Sparsamkeit zu verdanken,  da er mit mit den alten Maschinen gefertigt werden mußte. Somit blieb es bei der alten Bodengruppe, den Frontkotflügeln  und den Einheitsscheinwerfern. Allerdings hatte er jetzt 26 Prozent mehr Fensterglas und eine echte Hutablage.

Millionste P601 Außerdem gab es ab 1967 noch den "DDR-Armeejeep" Kübel, und die Zivilversion Tramp. Trotz des hohen Entwicklungstempos von Wirtschaft und Technik war die wohl einzige größere technische Weiterentwicklung 1983 die Erhöhung der Bordspannung von 6 V auf 12 V. Nur rund 100 Detailverbesserungen wurden von 1957 bis 1989 verzeichnet. Der Trabant der 90er unterschied sich somit nicht vom 60er-Jahre- Model, obwohl die Konstrukteure immer wieder neue serienreife Modelle und Motoren entwarfen um den Trabi etwas interessanter zu machen.

 

 

 

Sachsenring-Luxuskarossen 

Einer von vielen Entwürfen war der 1966 entwickelte Trabant 603. von Außen sah er aus wie eine Kreuzung von VW und Skoda. Von ihm wurde nur ein Prototyp gebaut.

 

 

 

Nach langem hin und her sollte dann der P610 entwickelt werden. Mit 43 PS-Viertakt-Motor und Bremsen von Skoda und einer Ganz- stahlkarosserie explodierten die errechneten 75 Millionen mal ganz schnell auf 7,3 Milliarden. Somit verzögerte sich die Planung bis sie nach 5 Jahren ganz aufgegeben wurde. Obwohl der Trabant über 30 Jahre produziert wurde verließen selbst in den besten Jahren kaum mehr als 150.000 dieser Rennpappen die Sachsenring-Hallen, woraus sich dann verständlicher Weise die 1/2 bis 15 jährigen Wartezeiten auf das begehrte Stück Freiheit ergaben. Insgesamt wurden nur ca. 3 Millionen Trabis gebaut, was in erster Linie der Planwirtschaft und den veralteten und verschlissenen Produktionsanlagen zu verdanken war. Die Fertigungszeit für einen Trabant lag bei 80 Stunden.

 

 

 

Ein Trabi bestand aus rund 4000 Teilen, von denen fast jedes zweite genügend Stoff für ein abendfüllendes Gespräch am  Stammtisch hergab. Da eigentlich jeder der einen Trabant fuhr auch reparieren konnte ging es meist um Lichtmaschine, Anlasser, Auspuff, Scheibengummi, Scheibenwischer, Scharniere, Motorgeräusche, Klappern, Bremsen, Rostschutz und natürlich um die blaue Fahne hinten raus. 1984 kam der Lizenzvertrag mit der Volkswagen AG über die Lieferung von Viertaktmotoren für Trabant und Wartburg. Das bedeutete das Ende des DDR-Motorbaus. Das zweite Problem, ein technisch höher entwickeltes Triebwerk in in ein Museumsstück "einzuschmieden", gelang den zwickauer Bastlern auf bewundernswerte Weise. Mit den immer knapperen Mitteln versuchte man auch den neuen Typ 1.1 optisch noch etwas aufzupeppen. 1.1er Doch es half alles nichts. Nach der Wende war es einfach unmöglich einen technisch unterentwickelten Kleinwagen für 20.000 Mark unters Volk zu bringen. Einen letzten Versuch startete man 1990 mit dem Freizeitauto "Tramp", dem 1.1er Zivilkübel, und mit dem "Caro Tramp" doch auch der ging trotz Viertakter in die Hose. Am 30. April 1991 um 14.51 Uhr ging der Traum vom kostengünstigen Massenmobil zu Ende. Der 3.096.099ste Trabant war der letzte seiner besonderen Art, der durch die Sachsenring Zwickau- Tore rollte. 1995 entdeckte man im Zollhafen von Mersin, in der Türkei, 444 1.1er der letzten Bauserie, die nicht zugelassen wurden, weil der Importeur in Konkurs ging. Sachsenring holte die etwas mitgenommenen Trabiatoren nach Zwickau, möbelte sie wieder auf und verkaufte sie für 19.444 Märker als "The last Edition"  Hier endet die Geschichte, des kleinen Technikwunders Trabant. Doch auch wenn es die Geburtsstätte unsere treuen Lieblinge nicht mehr gibt, lebt die einzig wahre Legende auf vier Rädern für ewig weiter... Fortsetzung folgt...

 

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